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Stand: 19. September 2026
1. Bevor Sie eine Meldung erstellen
- Öffnen Sie das Menü von MultihomingGuard. Die Fußzeile zeigt Quelle: Daemon, wenn der Hintergrunddienst antwortet. Steht dort lokal (kein Daemon), läuft der Dienst nicht – die App zeigt dann nur ihre eigene Einschätzung und schaltet nichts. Prüfen Sie im Terminal:
sudo launchctl print system/com.feichtiq.multihomingguard.daemon. - Prüfen Sie in der Schnittstellenliste, ob Ihr Kabeladapter erkannt wird: grüner Punkt = Link und gültige Adresse, gelber Punkt = Link ohne gültige Adresse (z. B.
169.254.x.x), grau = kein Link. - Wählen Sie Aktualisieren, um den Zustand neu zu lesen.
- Stellen Sie sicher, dass Sie die aktuelle Version verwenden (steht unter dem App-Namen im Menü). Nur die aktuelle Version erhält Fehlerkorrekturen.
- Kopieren Sie mit Diagnose die letzten Entscheidungen des Dienstes in die Zwischenablage und fügen Sie sie der Meldung bei.
2. WLAN bleibt eingeschaltet, obwohl das Kabel steckt
- Ein Kabel gilt erst als funktionierend, wenn Link, eine gültige IPv4- oder IPv6-Adresse mit Gateway und eine Antwort des DNS-Servers des Kabelnetzes über diesen Adapter vorliegen. Zeigt das Menü Kabel wird geprüft, fehlt noch eines davon – meist DHCP oder DNS. Bleibt es dabei, zeigt das Menü Kabel ohne Internet, und WLAN bleibt absichtlich an, damit Sie nicht ohne Verbindung dastehen.
- Der Netzwerkdienst des Adapters muss in Systemeinstellungen > Netzwerk vorhanden sein. Neue Docks oder Adapter legt macOS manchmal erst nach dem ersten Anstecken als Dienst an; stecken Sie kurz ab und wieder an.
- Haben Sie WLAN selbst ausgeschaltet und wieder eingeschaltet, während das Kabel steckte, wird das respektiert, bis sich die Kabelsituation ändert (siehe Punkt 4).
- Der Schutz ist möglicherweise pausiert (Symbol Pause im Menü) oder in der Konfiguration abgeschaltet (Symbol durchgestrichenes Schild).
- Virtuelle Adapter, VPN-Tunnel, Thunderbolt-Bridge und Bluetooth PAN werden bewusst nicht als Kabel gewertet.
3. WLAN kommt nach dem Abstecken nicht zurück
- Normalerweise ist WLAN innerhalb einer Sekunde wieder an. Stecken Sie das Kabel ab und wieder an und wählen Sie Aktualisieren.
- Steht dort „Keine Verbindung“ mit orangefarbenem Symbol, ist WLAN eingeschaltet, hat aber noch keine Adresse – etwa weil kein bekanntes Netz in Reichweite ist. Das ist eine ehrliche Meldung, kein Fehler der App: Sie behauptet in diesem Fall bewusst nicht „WLAN aktiv“. Wählen Sie ein Netz aus, oder warten Sie den Beitritt ab.
- Steht in der Fußzeile lokal (kein Daemon), läuft der Dienst nicht und kann WLAN nicht einschalten. Schalten Sie WLAN im Kontrollzentrum oder in den Systemeinstellungen ein und melden Sie den Fall mit der Diagnose.
- Beenden im Menü beendet nur die Menüleisten-App; der Hintergrunddienst und damit der Schutz laufen weiter. Die App startet bei der nächsten Anmeldung wieder oder sofort über
/Programme/MultihomingGuard.app.
4. Ich habe WLAN selbst ausgeschaltet – warum bleibt es aus?
Das ist gewollt: Ein von Ihnen ausgeschaltetes WLAN (Kontrollzentrum, Systemeinstellungen) wird respektiert; das Menü zeigt WLAN von Ihnen ausgeschaltet. Der Dienst schaltet es erst wieder ein, wenn Sie es selbst einschalten oder sich die Kabelsituation ändert (Kabel gesteckt oder gezogen).
5. Fragt die App nach einem Passwort?
Nein. Die Installation erfolgt als Paket per Doppelklick und verlangt einmal Administratorrechte, wie bei jedem Installationspaket; im Alltag wird niemand nach einem Passwort gefragt. Nur der versteckte Admin-Bereich (⌥ beim Öffnen des Menüs gedrückt halten, dann Admin-Modus öffnen…) verlangt für eine Pause eine Administrator-Anmeldung über den macOS-Dialog. Die App sieht das Passwort nie.
6. Schutz vorübergehend anhalten (Pause)
- Halten Sie ⌥ gedrückt, während Sie das Menü öffnen, und wählen Sie Admin-Modus öffnen….
- Dauer wählen und Als Admin aussetzen: macOS fragt nach Name und Passwort eines Administrators. Das eigene Kennwort eines Standardbenutzers genügt nicht.
- Die Pause endet automatisch nach der gewählten Dauer (höchstens vier Stunden) oder über Fortsetzen. Jede Pause wird im Systemprotokoll vermerkt.
7. Der WLAN-Name wird nicht angezeigt
macOS gibt den Netzwerknamen nur an Apps mit Standortfreigabe heraus. Beim ersten Öffnen des Menüs fragt macOS danach; alternativ wählen Sie Netzwerkname anzeigen… im Menü. Wurde die Freigabe abgelehnt, hilft Systemeinstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Ortungsdienste > MultihomingGuard. Band und Kanal werden auch ohne Freigabe angezeigt; die Funktion des Schutzes ist davon unabhängig.
7a. Apple Watch, AirDrop und Handoff am Kabel
Wenn das Menü Kabel aktiv – WLAN aus zeigt, wird nur die WLAN-Verbindung entfernt (IPv4 und IPv6 des WLAN-Dienstes stehen auf „Aus“). Das WLAN-Modul bleibt eingeschaltet, deshalb funktionieren Entsperren mit der Apple Watch, Bestätigen mit der Apple Watch, AirDrop, Handoff, Sidecar und Universal Control unverändert weiter.
In den Systemeinstellungen > Netzwerk steht WLAN in diesem Zustand auf „Nicht verbunden“ bzw. ohne IP-Adresse – das ist gewollt. Sobald das Kabel weg ist, wird die vorherige Konfiguration automatisch wiederhergestellt.
8. iPhone per USB
- Ein per USB angestecktes iPhone mit aktivem Persönlichem Hotspot zählt als Kabelweg: Es wird wie ein LAN geprüft, danach wird die WLAN-Verbindung abgeschaltet.
- Steckt zusätzlich ein echtes LAN-Kabel, wird der iPhone-Dienst geparkt (in den Netzwerkeinstellungen deaktiviert), damit kein Mobilfunk-Datenvolumen verbraucht wird. Fällt das LAN weg, wird er automatisch wieder freigegeben.
- Soll das iPhone parallel aktiv bleiben: ⚙ im Menü, iPhone-Tethering bei LAN erlauben. Ist der Schalter ausgegraut, läuft der Hintergrunddienst nicht.
8a. Updates
- Liegt eine neue Version vor, zeigt das Menü „Version … verfügbar“ mit Update installieren…. Ein Klick lädt das Paket, prüft es und installiert es ohne Passwortabfrage; die App startet danach neu und meldet einmal „Update auf … installiert“.
- Manuell prüfen: ⚙ → Jetzt prüfen. Die Prüfung braucht Internet.
- „Download blockiert von …“. Manche Firmennetze prüfen Downloads und signieren sie dabei mit einem eigenen Zertifikat neu. Die Meldung nennt, wer blockiert – den Namen aus diesem Zertifikat, also in der Regel den Proxy Ihrer Organisation. Die App lädt dann bewusst nicht weiter – nicht, weil das Paket schlecht wäre, sondern weil sie nicht unterscheiden kann, wer da eingreift. Die kleine Update-Prüfung selbst kommt oft durch, nur das Paket nicht; deshalb wird ein Update gemeldet, das sich nicht laden lässt. Abhilfe: in einem anderen Netz laden (etwa über einen iPhone-Hotspot), oder das Paket von der App-Seite laden und per Doppelklick installieren. Die Echtheit hängt nicht am Übertragungsweg: Prüfsumme und Signatur des Pakets werden in jedem Fall geprüft.
- „Paket ist nicht von FEICHTIQ signiert“: Das Paket wurde unterwegs verändert oder stammt nicht vom Entwickler; die App installiert es bewusst nicht. Erneut versuchen oder von der App-Seite laden.
9. Dock oder USB-Adapter wird nicht erkannt
- Prüfen Sie, ob der Adapter unter Systemeinstellungen > Netzwerk erscheint. Wenn nicht, fehlt gegebenenfalls ein Treiber des Herstellers.
- Erkannt werden Ethernet, USB-Ethernet, Thunderbolt-Ethernet, Dock-Adapter und iPhone-USB-Tethering, auch mehrere gleichzeitig (z. B. an fremden Dockingstations). Nennen Sie in einer Meldung Hersteller und Modell und den Namen des Netzwerkdienstes.
10. Verhalten mit VPN
VPN-Tunnel werden nicht als Kabel gewertet und nicht verändert. Wechselt der Dienst von WLAN auf Kabel, muss sich ein VPN-Client in der Regel neu verbinden; das ist Verhalten des VPN-Clients, nicht der App.
- „VPN aktiv“ im Menü. Läuft ein Tunnel, zeigt das Menü „VPN aktiv“ mit dem Tunnelgerät (z. B.
utun12). Erkannt wird das herstellerunabhängig an einem Tunnelanschluss mit erreichbarer Adresse – die leeren Tunnel, die macOS selbst betreibt, zählen nicht. - Interne Adressen lassen sich nicht auflösen. Ursache ist fast immer ein Gerät am Kabel – typischerweise ein iPhone –, das einen eigenen Namensdienst anmeldet. macOS stellt diesen vor den des Firmen-VPN, und weil er die interne Zone mit „gibt es nicht“ beantwortet, fragt macOS den VPN-Server gar nicht mehr.
- Was die App dagegen tut. Bei aktivem Schalter Firmen-DNS bei aktivem VPN schützen (⚙, standardmäßig aktiv) fragt sie den Namen gezielt über die verdächtige Leitung ab und greift nur ein, wenn er dort wirklich unbeantwortet bleibt. Dann wird IPv6 dieses einen Anschlusses abgeschaltet; sobald das VPN getrennt ist, kommt es zurück. In der Diagnose steht, was geprüft und was geändert wurde.
- Bleibt es dabei, schalten Sie den Schalter aus und melden Sie den Fall mit der Diagnose – dann greift die App nicht mehr ein, und die Auflösung lässt sich von Hand prüfen.
11. Die Menüleisten-App startet nicht automatisch
Der Autostart wird bei der Installation über /Library/LaunchAgents/com.feichtiq.multihomingguard.menu.plist eingerichtet und erscheint unter Systemeinstellungen > Allgemein > Anmeldeobjekte & Erweiterungen als „MultihomingGuard“. Ist er dort ausgeschaltet, schalten Sie ihn ein oder starten Sie die App aus /Programme. Der Schutz selbst läuft unabhängig von der App.
12. Vollständig deinstallieren
Entfernen im Terminal (Administratorrechte nötig):
sudo launchctl bootout system/com.feichtiq.multihomingguard.daemon
sudo launchctl bootout gui/$(id -u)/com.feichtiq.multihomingguard.menu
sudo rm -f /Library/LaunchDaemons/com.feichtiq.multihomingguard.daemon.plist /Library/LaunchAgents/com.feichtiq.multihomingguard.menu.plist
sudo rm -f /usr/local/libexec/MultihomingGuardDaemon /Library/Preferences/com.feichtiq.multihomingguard.plist
sudo rm -rf /Applications/MultihomingGuard.app "/Library/Application Support/MultihomingGuard"
sudo pkgutil --forget com.feichtiq.multihomingguard
Schalten Sie WLAN danach bei Bedarf in den Systemeinstellungen wieder ein. Siehe auch Datenschutz-Einstellungen, Abschnitt 5.